Schwermetallausleitung

Amalgam ist ein sehr häufig verwendetes Zahnfüllmaterial. Es enthält je nach Amalgamart das hochgiftige Quecksilber, außerdem Zinn, Zink, Silber, Kupfer, je nach Alter der Füllung auch Nickel, Cadmium und Eisen.
 

Durch heiße und saure Speisen sowie durch intensives Kauen werden aus Amalgamfüllungen jeweils kleinste Metallmengen freigesetzt. Das Quecksilber aus dem Amalgam ist für Menschen besonders giftig. Es wird je nach Aufnahmemenge nicht vollständig aus dem Körper ausgeschieden, sondern in verschiedenen Organen, z.B. Niere, Leber, Milz und in der Haut, gespeichert.
 

Zusätzlich nimmt jeder Mensch mit der Nahrung geringe Mengen an Quecksilber auf, jedoch wird von zwei Amalgamfüllungen mehr als doppelt so viel Quecksilber abgegeben.
 

Patienten mit Amalgamfüllungen haben schon nach zehnminütigem Kaugummikauen eine deutlich erhöhte Quecksilberkonzentration im Mund. Die Werte liegen bei den meisten Patienten noch eine Stunde nach Beendigung des Kauens um nahezu 100% oberhalb des Grenzwertes.
 

Die Zeichen einer beginnenden Quecksilbervergiftung sind sehr vielfältig und äußern sich häufig als:
 

• Allergien
• rheumatische Schmerzen
• Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule
• Kopfschmerzen und Migräne
• Schwindel
• Infektanfälligkeit
• Neurodermitis
• Magen- und Darmstörungen
• neurologische Ausfälle
• psychische Symptome
• Schlaflosigkeit
• Energielosigkeit und Ermüdbarkeit
• Metallgeschmack und Mundschleimhautveränderungen.
 

Die Entfernung der Amalgamfüllungen sollte durch darauf spezialisierte Zahnärzte erfolgen. Etwa zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff muss mit der Ausleitung der Schwermetalldepots begonnen werden. Dazu sind verschiedene Mittel erforderlich. Das Wichtigste ist die Süßwasseralge Chlorella. Sie ist in der Lage, Quecksilber und andere Schwermetalle aus dem Gewebe herauszulösen und in einem ungiftigen Komplex zu binden, der dann durch den Darm ausgeschieden wird. Zusätzlich sollte die Gabe von Bärlauch, Koriander, Zink, Selen und Vitamin C erfolgen.
 

Patienten, die sich bereits ihre Amalgamfüllungen entfernen lassen haben und bei denen keine „Ausleitung“ erfolgt ist, haben oft noch Schwermetalle im Körper. Daher sollten auch sie sich einer Behandlung unterziehen.
 

Der Therapieplan wird für jeden Patienten individuell zusammengestellt. Die Ausleitung muss meistens über Monate erfolgen, oft ist ein Jahr notwendig. Die kurmäßige Wiederholung einmal jährlich ist sinnvoll, da eine ständige Beeinträchtigung durch unsere schwermetallbelastete Umwelt besteht.
 

Sollten Sie noch Amalgamfüllungen haben, können Sie die Belastung durch die Einnahme von Chlorella reduzieren. Allerdings wäre eine Entfernung des Amalgams anzuraten, besonders wenn bereits chronische Krankheiten bestehen.
 



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